Nachdem der Bürgermeister Brune Gerdes Brunen 1930 zurückgetreten war, wurde Johann Behrends neuer Bürgermeister. Nach der Machtergreifung 1933 mußte J. Behrends sein Amt niederlegen. Lüke Dirks wurde zuerst Gemeindeschulze, ein Jahr später Bürgermeister. Schon zwei Jahre später wurde Simon Habben neuer Bürgermeister. 1937 wurde von der Gemeinde beschlossen, ein Jugendheim zu bauen.
1939 brach dann der 2. Weltkrieg aus, und eine schwere Zeit für das Dorf begann. Fast alle jungen Männer bis 45 Jahre wurden im Laufe der ersten Kriegsjahre eingezogen. Die ganze Arbeit, auch auf den Feldern, mußte von den Frauen und den älteren Männern verrichtet werden. Erst später kamen Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter zur Entlastung. Nach konzentrierten Luftangriffen auf Wilhelmshaven wurden Frauen mit kleinen Kindern von dort bei hiesigen Familien einquartiert. 1942 fielen bei einem Angriff auf Wilhemshaven einige Luftminen in die Mitte des Dorfes. Mehrere Häuser wurden beschädigt und ein Einwohner dabei getötet. Lebensmittel gab es seit Anfang des Krieges nur auf Lebensmittelkarten und Bekleidung auf Bezugsscheine vom Bürgermeister. Da die meisten Bewohner des Dorfes Selbstversorger waren, war in dieser Beziehung das Leben leichter als in den Städten. Nur die vielen Gefallenen und Vermißten rissen große Lücken in die Familien. So kamen 38 Männer aus unserem Dorf aus dem Krieg nicht wieder zurück. Ihre Namen wurden auch mit in den großen Stein gemeißelt, der schon die Namen der von 1914-18 Gefallenen trug.