Erster Kolonist war Johann Wessels, einer von zwei Kolonisten, die im Jahre 1739 nach dem kleinen Wieseder-Meer kamen. Er bewohnte von den zwei Häusern, die Sebastian Eberhard Ihering im Jahre 1740 baute, dasjenige, was in dem Plan von Horst und Fuchs 1740 bzw. 1747 bei dem Grundstück A angegeben ist. Er verließ das kleine Wieseder-Meer nach einigen Jahren wieder, wahrscheinlich weil sein Vieh der damals wütenden Rinderpest zum Opfer gefallen war. Nachher verwandelte sich das von ihm kultivierte Land schnell wieder in Ödland. Um die Mitte der 50er Jahre bezog das von Wessels geräumte Haus ein Focke Heyen. Dieser verheiratete sich im Jahre 1756 in Reepsholt mit Anke Dirks, die ebenso wie Focke Heyen selbst aus Aurich-Oldendorf nach dem kleinen Wieseder-Meer gekommen war. Focke Heyen musste bei der Kultivierung von Teilen des kleinen Wieseder-Meeres von vorne anfangen, wobei ein neues Kolonat entstand. Nach seinem Tode wurde Kolonatsbesitzer Hinrich Eilert Haschemeyer, der die Witwe von Focke Heyen heiratete. Er war ein Sohn von Hinrich Eilert Haschemeyer in Klinberg im Kirchspiel Wiefelstede in Oldenburg. Der nächste Kobnatsbesitzer war Harm Frerichs aus Aurich-Oldendorf. Da er keine Nachkommen hatte, verkaufte er sein Kolonat an Hinrich Weers, der aus Wiesede stammte, wo er sich mit Lücke Maria Behrends, einer Tochter von Marten Behrends, verheiratete. Als sein Sohn Marten Behrends Weers das Kolonat besaß, brannte das alte von Sebastian Eberhard Ihering gebaute Haus, das bis dahin von allen Kolonatsbesitzern bewohnt war, völlig ab. Marten Behrends Weers baute ein größeres und besseres Haus nicht an derselben Stelle, sondern 400 m weiter westlich. Er verheiratete sich mit Maria geb. Peters aus Borgholt. Kolonatserbe war nach seinem Tode sein Sohn Peter Weers, der sich mit Katharina Rebekka Buhr aus Müggenkrug verheiratete. Ihm folgte im Kolonatsbesitz sein jüngster Sohn Harm Weers. Er ist mit der ältesten Tochter meines Vetters Heinrich Leonhard Behrends, Eta Behrends, verheiratet. Harm Weers lebt noch heute, aber er ist wegen seines Alters arbeitsunfähig. Er hat daher sein Kolonat bei Lebzeiten auf seinen Sohn Heinrich Weers übertragen.