Kolonatsgründer war Anton Carl Bammelstede. Er stammte aus dem Oldenburgischen und war zunächst Schäfer im kleinen Wieseder Meer, wo er die jüngste Tochter von Ude Heyen und Eta Harms heiratete. Lücke Margaretha Uden war als posthuma, d. h. nach dem Tode ihres Vaters geboren. Der Sohn und Kolonatserbe war Anton Carls, der sich mit der Nachbarstochter Gretke Behrends, der Tochter von Behrend Wilken und Taalke Lüken, verheiratete. Aus dieser Ehe gingen mehrere Töchter, aber nur ein Sohn hervor. Dieser hieß Behrend Carls und war mit Arentje Behrends, einer Nichte von Gretke Behrends, verheiratet. Er wurde nach der Geburt einer Tochter Geesche Carls bei Reepsholt erschlagen, wahrscheinlich bei einer Schlägerei. Seine Tochter starb 1840 unverheiratet. Das Kolonat erbte nun eine von den mehreren Töchtern, die Trientje Carls hieß. Ihr Kolonat erwarb Hermann Otten Dannemann durch Ein-heirat. Er war der zweite Sohn von Gerd Otten Dannemann, der das Kolonat mit der Hausnummer 5 gründete. Von Hermann Otten Dannemann erbte das Kolonat sein ältester Sohn Gerd Otten Dannemann, der mit Taalke Maria Eilers aus Upschört verheiratet war. Aus dieser Ehe gingen neun Kinder hervor, fünf Söhne und vier Töchter. Von den Töchtern verheirateten sich nur Zwei, die beiden anderen blieben unverheiratet. Die eine von ihnen hieß Maria Christine Dannemann, die 1931 vor ihren Eltern starb. Kolonatserbe wurde der Sohn Gerd Dannemann, er starb unverheiratet schon im Jahre 1954 an einer schweren Kriegsverletzung. Kolonatserbe wurde nun sein jüngster Bruder Heinrich Dannemann, obgleich er damals schon Besitzer des Kolonats mit der Hausnummer 5 war. Das Haus mit der Hausnummer 10 übertrug er seinem Sohn Gerd Dannemann. Da dieser bei der Übertragung noch nicht volljährig war, bewirtschaftete sein Vater beide Kolonate. Als Kolonatsbesitzer verheiratete sich Gerd Dannemann mit Johanne Eilts aus Kloster im Kirchspiel Leerhafe. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Da das eine Kind vor seinen Eltern starb, hinterließen sie drei Kinder, zwei Töchter und einen Sohn Heino Dannemann. Gerd Dannemann starb mehrere Jahre vor seinem Vater. Seine Witwe Johanne Eilts nahm zunächst als Verwalter einen Hermann Abels in ihr Haus, den sie später heiratete. Sie nannte sich nun Johanne Abels verw. Dannemann geb. Eilts. Aus dieser zweiten Ehe gingen drei Kinder hervor, so daß sechs Kinder im Hause aufwuchsen. Die beiden Eheleute verließen das ziemlich baufällig gewordene Haus und bauten ein Wohnhaus im Garten des Kolonates. In dem alten Kolonatshaus blieb die unverheiratete Tochter Johanne wohnen. Sie war die jüngste Tochter vom alten Gerd Otten Dannemann und Taalke Mane Eilers. Sie mußte von den im Garten wohnenden Eheleuten versorgt werden. Die Tante Johanne Dannemann starb im Januar 1965 im Alter von 72 Jahren. Im selben Jahr verstarb auch Johanne Abels, verwitwete Dannemann geb. Eilts. Nun saß Hermann Abels allein mit drei eigenen Kindern und drei Stiefkindern. Vormund der Stiefkinder wurde Lüke Behrends aus dem Hause Nr.8. Hermann Abels konnte nicht Kolonatsbesitzer werden, weil der Stiefsohn Heino Dannemann erbberechtigt war. Dieser sah es jedoch als unmöglich an, ohne landwirtschaftliche Maschinen und mit einem alten baufälligen Haus das Kolonat zu bewirtschaften. Deshalb wechselte er öfter seine Berufsausbildung, bis er jetzt Gärtner wurde. Sein Land verpachtete er größtenteils an Lüke Behrends, Besitzer des Kolonats Nr.8. Das auswärtige Land verkaufte er. Hermann Abels heiratete wieder eine Frau aus Reepsholt. Das alte Haus Nr.11 wurde 1974 abgebrochen. Heino Dannemann verheiratete sich mit Mathilde Kleyhauer aus Reepsholt und erbaut sich auf der alten Hofstelle ein neues Einfamilienhaus. Gleichfalls erbaute sich auch seine Schwester Anne mit ihren Mann dort ein Familienhaus. Heino Dannemann baute sein Haus später in Miet- und Ferienhäuser um und baute sich nebenan ein neues Haus.