Kolonatsgründer war Johann Behrend Hencken. Er stammte aus der Gegend von Wildeshausen,
seine Frau aus dem Hessischen. Nach ihm wurde Kolonatsbesitzer Johannes Rodieck, ein
Sohn von Lüder Rodieck in Hude. Er verheiratete sich 1833 mit Ette Maria Harms,
einer Tochter des Schusters Gerd Harms in Friedeburg. Im Jahre 1851 verkaufte er
sein Kolonat auf dem Wege der freiwilligen Versteigerung durch den Auktionator
Peters in Friedeburg. Meistbietender war Nanne Nannen, ein Sohn von Gerd Nannen
in Wiesede. Nanne Nannen lebte von 1833 bis 1903. Seine Ehefrau Foolke geb.
Dannemann aus dem großen Wieseder Meer war zehn Jahre jünger als ihr Ehemann,
starb aber nicht als Witwe, sondern kurz vor ihrem Ehemann im Jahre 1903.
Kolonatserbe und zugleich Erbe von Foolke Dannemann war Anton Dannemann, der
mit Lücke Maria geb. Behrends verheiratet war, einer Schwester meines Vaters.
Sie starb lange vor ihrem Ehemann. Kolonatserbe von Anton Dannemann wurde sein
ältester Sohn Nanne Dannemann, der sich mit Taline Weers, einer Tochter von
Peter Weers, verheiratete. Er besaß Ländereien von 27 Hektar. Im Jahre 1956
teilte er seinen Besitz, indem er sein Hofgebäude seinem ältesten Sohn Anton
Hinrich Dannemann und den Rest von 9 Hektar seinem jüngsten Sohn Hermann
Dannemann übertrug, auf dem er ihm ein Haus erbaute. Hinrich Dannemann war mit
Antke Müller verheiratet. Ihr Ehemann starb plötzlich bei der Feldarbeit im
Winter 1967, fünf Jahre vor dem Tode seines Vaters, der im Alter von 89 Jahren
im Jahre 1972 starb. Der verstorbene Hinrich Dannemann hinterließ eine ältere
Tochter Elisabeth Dannemann und einen jüngeren Sohn Nanno Dannemann. Der alte
Nanne Dannemann wollte, dass später der Enkel Nanno Dannemann Hoferbe sein
sollte. Da aber sein Sohn Hinrich Dannemann als Hofbesitzer plötzlich starb in
einem Alter, in dem man noch kein Testament errichtet, lag kein Testament vor.
Als er gestorben war, erbte aus rechtlichen Gründen, die später besser in
anderem Zusammenhange behandelt werden, die Tochter Elisabeth, und nicht der jüngste
Sohn Nanno Dannemann, der daraufhin in der Kreisverwaltung Wittmund tätig
wurde. Sie bewirtschaftete zunächst mit ihrer Mutter zusammen den Hof. Zwei
Jahre später verheiratete sich Elisabeth Dannemann mit dem späteren
Landwirtschaftsmeister Gerd Tammen aus Ogenbargen. Sie haben einen Sohn und
eine Tochter. Auf dem Hof leben heute vier Generationen, nämlich Urgroßmutter
Taline Dannemann geb. Weers als Witwe, als Großmutter Antke Dannemann geb. Müller
und Familie Tammen mit den Kindern. Durch Kauf und Zupachtung wurden beide Höfe
vergrößert.