Einführung der Hausnummern

Die erste wichtige Betätigung war die Einführung der Hausnummern. Die Häuser die es damals in der Gemeinde gab, gehörten zu bestimmten Kolonaten, abgesehen von dem Haus für die einklassige Volksschule und dem Hause, das der Lehrer bewohnte. Die Einführung der Hausnummern hatte den Hauptzweck, die Stimmer für die Gemeindeversammlung festzulegen (wer zwei Kolonate besaß, hatte auch zwei Stimmen bei der Wahl). Die Hausnummern fingen in Klein-Wiesedermeer an.

Nr. 1 Marten Behrends Weers Nr. 20 Johann Frerich Habben
Nr. 2 Nanne Nannen Nr. 21 Heinrich Siefken Hülts
Nr. 3 Gerhard Westerholt Nr. 22 Hinrich Kähler
Nr. 4 Heere Harms Heeren Nr. 23 Hinrich Kähler
Nr. 5 Otte Janssen Dannemann Nr. 24 Simon Janssen Habben
Nr. 6 Coord Brunen Nr. 25 Gerd Lübkemann
Nr. 7 Albert Harms Nr. 26 Gerhard Wessels
Nr.8 Behrend Behrends Nr.27 Heinrich Jürgen Börjets
Nr.9 Focke Heye Focken Nr.28 Johann Hinrich Wilken
Nr.10 Hermann Otten Dannemann Nr.29 Coord Brunen
Nr.11 Hinrich Behrends Nr. 30 Jacob Heyen Focken
Nr. 12 Schule Nr. 31 Lüke Behrends Lüken
Nr.13 Lehrerwohnung Nr.32 Hinrich Arend Logemann
Nr. 14 Hinrich Janssen Satorius Nr. 33 Otte Otten
Nr. 15 W. Lüke Otten (ohne Haus) Nr. 34 Johann Heinrich Gellermann
Nr. 16 Johann Dirk Gellermann Nr. 35 Freerk Harm Otten
Nr. 17 Heye Otten Nr. 36 Harm Bödeker
Nr. 18 Behrend Brinkmann Otten Nr. 37 Gerd Brunen
Nr. 19 Gerd Cassens Bödeker Nr. 38 Gerd Brunen

1861 reichte Johann Dirk Gellermann ein Gesuch an die Landdrostei in Aurich, ihm die Konzession zum Bau einer richtigen Windmühle zu geben. Da sich die Müller aus Kloster und Reepsholt dagegen beschwerten und noch mehr Interessenten für einen Mühlenbau in Wiesedermeer waren, dauerte es Jahre, bis er die Konzession erhielt. 1866 wurde die Mühle errichtet. Sie blieb aber nicht lange in seinem Besitz, da er die Mühle an eine Bremer Firma verkaufen mußte. Diese verpachtete die Mühle an Lüke Otten, der sie später auch erwarb. In seiner Familie wurde der Mühlenbetrieb bis zum Abbruch 1960 weitergeführt.